Blog von Perspektiv-Wechsel Praxis für Entfaltungsprozesse
INDIVIDUATION - Die Bedeutung von ICH oder SELBSTwerdung
Individuelle Entwicklung – ein Perspektivwechsel
* Einleitung *
Erst die eigene Stärke kann uns tatsächlich in die Lage versetzen für andere, für die Gemeinschaft, das
Ganze, unterstützend und empathisch da zu sein.
Ein zu hinterfragender Satz?
Ganz bestimmt sogar – doch stellen wir uns einmal folgendes vor:
Du selbst neigst zu unbestimmten, wiederkehrenden Verstimmungen, bist launisch, mal stärker, mal
schwächer und des öfteren machen Dir Deine eigenen „Baustellen“ (Probleme), zu schaffen.
Damit aber möchtest Du Dich gar nicht gerne befassen und lenkst Dich, eher unbewusst, lieber ab.
Du bist in Deinem Wesen eigentlich gutmütig und großzügig, hilfsbereit und freundlich, magst Gesellschaft.
Nehmen wir an dieser Stelle Deine Hilfsbereitschaft!
Du gibst, machst, tust, überforderst Dich vielleicht sogar – doch auch das lässt Du nicht so leicht an Dich
herankommen. – Es macht Dir Freude …
Aber ist das wirklich so?
Immer öfter fühlst Du Dich erschöpft, müde, möchtest Dich am liebsten zurückziehen – der Gemeinschaft
aber, den Freunden oder auch Deinen Kindern gegenüber, möchtest Du nicht „versagen“… Irgendwie hast
Du Angst zu versagen, gar alleine zu sein, wenn Du nicht mehr gibst …
Fällt Dir etwas bei dieser kleinen Schilderung, auf?
VERSTEHEN könnte hier das Zauberwort sein. Doch bevor ich verstehe, muss ich erst einmal wahrnehmen
können und den Mut haben, das was ich wahrnehme an zunehmen. – Denn das was ich da sehe, betrifft
mich selbst und es ist wahrlich nicht immer das, was ich bislang von mir dachte, schon gar nicht sehen wollte.
Es ist ein Teil der Konfrontation mit mir selbst, den ich bei aufmerksamem Hingucken durch mich, die
Gegenüber oder Situationen, gespiegelt bekomme.
Oftmals schaue ich quasi in meinen eigenen Spiegel – und betrachte so etwas wie meine „andere Seite“ –
meinen schweren Rucksack, von dem ich glaube, das er nicht zu mir gehört.
Das SELBST verstehen sollte eine große Bedeutung in unserem Leben einnehmen.
* * *
Von der Kinder- zur Erwachsenenseele - erster Teil
Umstritten ist, in wie weit der Zeugungsakt bereits Einfluss auf die seelische Entwicklung des Kindes nehmen
kann. Doch betrachten wir unterschiedliche Zeugungssituationen, wird sich uns der Gedanke erschließen:
- Da wäre die Zeugung aus einem Akt der Liebe & dem Wunsch nach einem Kind.
- Da wäre der gewünschte Sex aus purer Lust, doch ein Kind war nicht gewollt.
- Drastischer kommt es zu Missbrauch, aber aus gesellschaftlichen oder/und Glaubensvorgaben,
muss das Kind ausgetragen werden.
Denken wir in der Folge an die Schwangerschaft, dürfen wir auch hier von unterschiedlichen Verläufen ausgehen:
- Im ersten Fall dürfte die Schwangerschaft sehr liebevoll, beschützend und zugewandt ausfallen
- im zweiten Fall wird das Kind aber doch angenommen, doch die Mutter hat einige nicht kleine Probleme
um diesen Schritt bewältigen zu können (z B Geldmangel, zu jung, alleinstehend usw.)
- beim letzten Beispiel könnte die Psyche der werdenden Mutter von enormer Bedeutung werden!
Denn nichts ist freiwillig, sie trägt eine eigene innere Verzweiflung vor sich hin, trägt eine schwere Bürde
und und bekommt ungewollt ein Baby, ist noch zu jung. Ihr eigener Wille ist nicht erwünscht.
Wie könnte die Geburt aussehen?
- Im ersten Fall nehmen wir eine gut verlaufende Schwangerschaft an, die Geburt erfolgt privat mit Hebamme,
der Verlauf ist natürlich, die Geburt erfolgt durch den Geburtskanal in angenehmer Atmosphäre.
- Im zweiten Fall nehmen wir einen halbwegs vernünftigen Schwangerschaftsverlauf an, doch das Kind wurde nicht
so sehr geliebt und unterstützt. Die Geburt erfolgt mit Kaiserschnitt.
- Im dritten Fall ist das Kind nicht gewollt, die werdende Mutter hat verzweifelt versucht heimlich abzutreiben und ist froh
das Kind aus ihrem Bauch "endlich loszuwerden". - Im Anschluss erfolgt eine Wochenbettdepression.

